Freitag, 28 Juli 2017
Detlev Spierling - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Erstens: schlechter Stil und sprachliche Defizite

Vor allem viele Mittelständler erstellen ihre Presseinformationen nach wie vor selbst – frei nach dem Bonmot von Mark Twain: "Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen".

Heraus kommen dabei meist sprachlich schlechte Texte, die nicht mediengerecht aufbereitet und häufig auch noch mit Anglizismen und (zu) viel "Fachchinesisch" gespickt sind. "Innovative und dynamische" Unternehmen, die solche semantischen Mogelpackungen auch noch mit Marketing-Phrasen anreichern und mit einem bürokratischen, schlicht langweiligen Kommunikationsstil vermischen, blamieren sich (nicht nur) bei seriösen Journalisten. In solchen Fällen schwinden die Chancen auf eine Veröffentlichung gegen Null.


Zweitens: "Vogel friss oder stirb!"

Ein weiterer Fehler sind zu stark fragmentierte Presseinformationen, die dem Journalisten Rätsel aufgeben oder mitunter sogar völlig unverständlich sind: Frei nach dem Motto "Vogel friss oder stirb!" werden Medien nicht selten mit isolierten "Informationsbrocken" ohne erkennbaren Zusammenhang abgespeist.

Besonders für erklärungsbedürftige High-Tech-Produkte gilt jedoch: wer eine breitere Öffentlichkeit erreichen, informieren und überzeugen will, darf nicht von seiner Experten- oder Insider-Perspektive ausgehen, sondern muss seine Pressemeldungen aus Anwendersicht in einem sinnvollen Kontext so verständlich wie möglich darstellen. Dies gelingt nur, wenn die Komplexität vieler Themen bewusst reduziert wird und ergänzende, inhaltlich gut strukturierte, fundierte und differenzierte Hintergrundinformationen mit angeboten werden.


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